Mehl-Anreicherung als Lösung

Über 80 Länder setzen auf die stattlich verordnete Mehlanreicherung mit Folsäure. In der Schweiz sind entsprechende Vorstösse bisher gescheitert.

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Brot

Der Schweizer Ernährungsbericht des Bundesamts für Gesundheit (BAG) von 1998 zeigte deutlich: Eine bessere Folsäure-Versorgung könnte helfen, Geburtsfehler wie Spina bifida zu verhindern. 2002 forderte die Eidgenössische Ernährungskommission (EEK), Backmehl mit Folsäure und Vitamin B12 anzureichern. 

Internationale Praxis

Die Idee ist nicht neu: Über 80 Länder – darunter die USA, Kanada, Australien und ab 2026 auch Grossbritannien – reichern ihr Mehl mit Folsäure an. Die Schweiz gehört nicht dazu. 

Erfolgreiches Vorbild: Jodsalz 

Dabei hat die Schweiz mit der Anreicherung von Lebensmitteln Erfahrung: Seit 1922 wird Jod dem Speisesalz zugesetzt – eine Massnahme, die Kropf fast vollständig verschwinden liess und heute als gesundheitspolitischer Erfolg gilt.